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Tragweite von "JAR-FCL 3 deutsch" wurde vorhergesehen

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Der ehemalige und der amtierende Leiter des Referates Flugmedizin im LBA schreiben in einem gemeinsamen Artikel in dem Buch "Parktische Flugmedizin" von 2002 (also vor der Einführung von JAR-FCL 3 deutsch):

"Es gibt durchaus übergeordnete Gesichtspunkte, etwa Kosten, Fragen der Praktikabilität, spezifische Ansprüche bestimmter Gruppen (Berufspiloten, Privatpiloten, Fallschirmspringer), die nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Aber wenn die Tauglichkeitsrichtlinien einmal erlassen sind, dann muss danach gehandelt und entschieden werden."

Beide Verwaltungsmediziner waren maßgeblich an der deutschen Umsetzung der europäischen Vorgaben beteiligt. Trotz der o.g. Erkenntnis hat man jegliche "spezifischen Ansprüche" außer Acht gelassen und handelt heute nach den erlassenen Richtlinien.

Wenn man heute diese Worte liest, und bedenkt dass viele ausländische Airliner-Piloten durch die falschen Übersetzung und Anwendung von JAR FCL 3 in Deutschland nichtmal mehr ein Medical für einen Segelflugschein bekommen, während dies in Frankreich, das JAR FCL ebenfalls umgesetzt hat, kein Problem ist, sieht man hier schlichtweg arroganter Behördenwillkür entgegen.

Was einmal erlassen wurde bleibt, egal wie unsinnig oder falsch es ist.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 30. Januar 2006 um 19:12 Uhr