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Schwangerschaft und Fliegen

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Jürgen Skucek interviewt Gisela Beyer, Holtorfsloh.

JS: Liebe Gisela, wir sind ja nicht mehr die Allerjüngsten, hast Du aktuelle Probleme mit dem Medical gehabt?

GB: Ja, der Fliegerarzt nahm zunächst alle Daten auf.
Da er von einer bei mir durchgeführten Operation vor 5 Jahren wusste, mit der er mich im Jahr davor für zwei Jahre tauglich geschrieben hatte, war er sich nicht sicher, ob er dies nach den neuen Bedingungen auch tun könne. Nach Durchsicht seiner Unterlagen vom LBA meinte er, er müsse sich vorsichtshalber noch genauer informieren, bat mich Untersuchungsunterlagen zu besorgen, und mich nach Ablauf einer Woche wieder vor zu stellen. Ein Problem war dann noch die Medikamentation nach meiner Operation. Letztlich stand jedoch der Tauglichkeit nichts mehr im Weg.

JS: Vor etwa 30 Jahren haben wir uns auf dem Degerfeld auf einemFluglager kennen gelernt. Ich erinnere mich, dass Du damals, kurz nachdem Kirstin geboren wurde, gleich wieder für die Deutsche Meisterschaftin Mengen trainiert pokies online games hat. Sicher weißt Du, dass ja Schwangerschaft heutenach JAR-FCL als "Krankheit" definiert wird, und Du erst 3 Monate danach von einem Fliegerarzt überprüft und freigegeben werden müsstest. Was play pokies online australia meinst Du, als "erfahrene Mutter" dazu?

GB: Ich bin auch PPL A Scheininhaber und slots online bin noch bis zwei Wochen vor dem Entbindungstermin geflogen, da die Gurte für meinen Umfang lang genug waren. Zwei Wochen nach der Entbindung war ich dann wieder mit Segelfliegen beschäftigt und hatte keine gesundheitlichen und/oder Konzentrationsprobleme. Auch das Kind hat keinen Schaden durch meine fliegerischen Aktivitäten während der Schwangerschaft genommen.

JS: Die derzeitig in Deutschland angewandten Vorschriften fordern, dassjeder Fliegerarzt fliegerische Praxis vorweisen und erhalten muss. Wäre es da nicht verständlicher, wenn Frauen nur von Schwangerschafts-erfahrenen Fliegerärztinnen untersucht würden?

GB: Bei unproblematischer Schwangerschaft kann auch einAllgemeinmediziner grünes Licht geben. Bei problematischerSchwangerschaft kann man sicher sein, dass eine Schwangere sich auf keinen Fall irgendeiner Gefahr aussetzen würde. Die Beurteilung der Situation kann durchaus die Schwangere selbst vornehmen. Da genügt dieturnusmäßige Schwangerschaftsuntersuchung unabhängig derfliegerärztlichen Untersuchung. Schwangerschaft ist ein natürlicherVorgang und keine Krankheit!

JS: Liebe Gisela, ich danke Dir, dass Du das Thema Schwangerschaft und JAR-FCL "deutsch" aus Deiner Sicht beleuchtet hast, und wünsche Dir eineerfolgreiche Saison 2005 mit vielen schönen Segel-, Motor- und UL-Flügen.

GS: Ich wünsche allen Pilotinnen, sollten sie sich in einer Schwangerschaft befinden, schöne Flüge, denn sie tragen ja auch für dasseelische Wohlbefinden bei, das ebenso dem ungeborenen Leben zu gute kommt.

Niederroedern, 29.12.2004
Zuletzt aktualisiert am Montag, 07. März 2005 um 21:05 Uhr